Pressemitteilung des Landkreises Oberspreewald-Lausitz:
Mit einem symbolischen Auftakt auf dem Gelände der Stahlbau Altdöbern GmbH ist am Donnerstag, dem 4. Juni 2026, das zweite kreisweite Programm zum Glasfaserausbau im Landkreis Oberspreewald-Lausitz offiziell gestartet. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Telekommunikationsbranche, der Kommunen, des Kreistages und der Fördermittelinstanzen gab Landrat Alexander Erbert den Startschuss für die Beseitigung der sogenannten „Grauen Flecken“.
„Die Förderung von Bund und Land ermöglicht es uns, den Glasfaserausbau dort voranzubringen, wo der Markt allein bislang keine ausreichenden Lösungen geschaffen hat. Der Glasfaserausbau schafft bessere Bedingungen für Unternehmen, Handwerk und private Haushalte gleichermaßen. Unser Ziel ist es, die digitale Anbindung in allen Teilen von Oberspreewald-Lausitz weiter zu verbessern und damit die Zukunftsfähigkeit unserer Region nachhaltig zu stärken“, betont Landrat Alexander Erbert.
Im nun beginnenden zweiten Breitbandausbau, dem „Graue-Flecken-Programm“, werden Adressen mit Netzgeschwindigkeiten von 200 Mbit/s symmetrisch bzw. 500 Mbit/s im Download angegangen und mit modernen Glasfaseranschlüssen ausgestattet (bis zu 1 Gigabit pro Sekunde).
Nach Angaben des ausführenden Unternehmens GlasfaserPlus sollen weitere rund 9.500 Adressen mit 14.000 Haushalten und Unternehmen in insgesamt 25 Orten des Landkreises angeschlossen werden. Geplant ist die Verlegung von rund 670 Kilometern Glasfaserleitungen sowie der Aufbau von etwa 500 Netzverteilern. Der Bauzeitraum wird sich voraussichtlich auf drei Jahre erstrecken.
Als Veranstaltungsort für den offiziellen Auftakt wurde bewusst die Stahlbau Altdöbern GmbH gewählt. Das Unternehmen steht beispielhaft für viele Betriebe im ländlichen Raum, die auf eine leistungsfähige digitale Infrastruktur angewiesen sind und künftig unmittelbar vom Glasfaserausbau profitieren werden. Moderne Glasfaseranschlüsse ermöglichen unter anderem den schnellen Austausch großer Konstruktions- und Planungsdaten, die digitale Abstimmung mit Auftraggebern und Partnern sowie die Nutzung cloudbasierter Anwendungen. Auch mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit gewinnt gerade für Unternehmen, die bundesweit Projekte planen und umsetzen, eine stabile und leistungsfähige Internetanbindung zunehmend an Bedeutung.
Damit die neue Glasfaserinfrastruktur nicht nur bis zur Straße, sondern auch bis in die Gebäude verlegt werden kann, ist die Mitwirkung der Eigentümerinnen und Eigentümer erforderlich. „Mit dem geförderten Ausbau bietet sich vielen Eigentümerinnen und Eigentümern die einmalige Möglichkeit, ihre Immobilie kostenfrei an das Glasfasernetz anbinden zu lassen. Damit wir den Anschluss herstellen können, brauchen wir die entsprechende Zustimmung. Deshalb werben wir dafür, sich frühzeitig mit den Informationsangeboten und Vertragsunterlagen auseinanderzusetzen“, sagt Adrian Kreutner Leiter Produktion Technische Infrastruktur, Deutsche Telekom Technik GmbH, die mit der Umsetzung des Projektes von der Glasfaser Plus beauftragt ist.
Mit dem offiziellen Start beginnt zugleich die Information der Bürgerinnen und Bürger sowie der Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer.
Dazu haben alle begünstigten Adressen bereits ein Anschreiben per Post erhalten, in welchem der Landkreis und GlasfaserPlus zu den Modalitäten informieren. Ein Muster des Anschreibens ist online auf www.osl-online.de/breitbandausbau abrufbar.
Wohn- und Geschäftsgebäude werden angebunden, sofern der Anschluss gemäß der Förderrichtlinien förderfähig ist und der Immobilieneigentümer der GlasfaserPlus den betreffenden Auftrag bzw. Gestattungsvertrag erteilt. Mieter sollten den Prozess über den entsprechenden Eigentümer der Immobilie initiieren. Die Aktivierung der Anbindung wird dann durch gleichzeitigen oder nachgelagerten Abschluss eines Providervertrages möglich. Im Kontext der bauausführenden Arbeiten ist die der Hausanbindung mit der Beauftragung kostenfrei.
Informationen zur Erteilung des Auftrags bzw. dazu, wie der Gestattungsvertrag abgeschlossen werden kann, entnehmen Bürgerinnen und Bürger dem Anschreiben vom Landkreises OSL und von GlasfaserPlus.
Über die konkreten Ausbaugebiete, Informationsveranstaltungen sowie die Möglichkeiten eines kostenfreien Hausanschlusses informiert der Landkreis fortlaufend auf seiner Internetseite unter www.osl-online.de/breitbandausbau.
Bei Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen an den Breitbandverantwortlichen des Landkreises Oberspreewald-Lausitz wenden:
Jörg Cronauge
03573 870-5123
wirtschaftsfoerderung@osl-online.de
Förderhinweis:
Das Giga-Projekt hat eine Förderzusage in Höhe von rund 50,7 Millionen Euro. Die Finanzierung setzt sich zu 70 Prozent aus Landesmitteln, unter anderem aus dem Just Transition Fund (JTF), sowie zu 30 Prozent aus Bundesmitteln (Projektträger aconium GmbH) zusammen.
Ergänzend:
Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz knüpft mit dem zweiten Programm zum Breitbandausbau an das erfolgreiche „Weiße-Flecken-Programm“ an. Im Zeitraum von 2020 bis 2025 konnten dadurch bereits rund 5.400 Haushalte sowie Unternehmen und Gewerbebetriebe, die bislang mit Anschlüssen mit Übertragungsraten von weniger als 30 Mbit/s surften, an eine leistungsfähige Breitbandversorgung mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s angeschlossen werden.
