Dajana Fischer (Spreegas), Andreas Kretzschmar (Spreegas), Roland Adler (Amtsdirektor), Christian Konzack (stellv. Amtsdirektor) und Katrin Tränkner (Sachbearbeiterin Amt Ruhland)
Foto: Amt Ruhland
Dajana Fischer (Spreegas), Andreas Kretzschmar (Spreegas), Roland Adler (Amtsdirektor), Christian Konzack (stellv. Amtsdirektor) und Katrin Tränkner (Sachbearbeiterin Amt Ruhland)

Das Amt Ruhland wird zukünftig mit klimaneutralem Ökogas von SpreeGas für die Wärmeversorgung der kommunalen Objekte beliefert. Dazu gehören die „Geschwister-Scholl-Schule“, das Amtsgebäude, die Kindertagesstätte „Spurensucher“, die Turnhalle Ruhland und weitere kommunale Einrichtungen.
In der Leippschen Str. in Hohenbocka befinden sich das Gemeindeamt mit Kegelbahn sowie das Kinderhaus. Für beide Objekte wurde in 2018 ein Netzanschluss Erdgas realisiert und im Sommer letzten Jahres die alte Ölheizung auf eine effiziente Erdgasheizung umgerüstet und in Betrieb genommen. Ab Januar 2020 liefert SpreeGas für alle ans Erdgasnetz angeschlossenen kommunalen Objekte des Amtes Ruhland klimaneutrales Erdgas.
Am 30.10.2019 übergab der Geschäftsführer von SpreeGas, Herr Andreas Kretzschmar, das Zertifikat für die Klimaneutralstellung der Erdgaslieferung an den Amtsdirektor Roland Adler vom Amt Ruhland. Die Klimaneutralstellung erfolgt über die Löschung von CO2-Minderungszertifikaten aus einem ÖkoPLUS-Wasserkraftprojekt in Indien, konkret dem Laufwasserkraftwerk-Projekt Malana. Dieses befindet sich im Dorf Jari im Distrikt Kullu im Bundesstaat Himachal Pradesh, etwa 25 km von Bhunter entfernt.
Ein Ziel des Malana Projekts ist es, einen Beitrag zur Umstellung von fossilen Brennstoffen auf Erneuerbare Energien zu leisten, um so den indischen Strommix zu diversifizieren und die Umwelt zu schützen. Das Laufwasserkraftwerk erzeugt rund 265 GWh/Jahr und ermöglicht es, 2.605.584 Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr einzusparen. Zusätzlich fördert das Projekt eine nachhaltige Entwicklung im sozialökonomischen Bereich zur Verbesserung der örtlichen Lebensbedingungen und es entsteht ein hoher ökologischer, sozialer und ökonomischer Nutzen für die Projektregion.
Der TÜV Rheinland prüft und zertifiziert das Projekt jährlich anhand eines Kriterienkataloges, in dem weltweit anerkannter Indizes (Environmental Performance Index & Human Development Index) ausgewertet und Projektmaßnahmen für Bildung, medizinische Versorgung, Infrastruktur, Kinder- und Kulturförderung analysiert werden.